Radsport

Trainer:  

Heiko Latocha

Trainer B- Lizenz

20 Jahre Leistungssport / Rad

 

Mehrfacher Landesmeister (Berlin, Niedersachsen, Brandenburg)

 

3. in der Bundesligaeinzelwertung

und 2. mit der Mannschaft in der Bundesliga

vielfacher Sieger bei nationalen und internationalen Eintagesrennen z.B. Köln- Schuld- Frechen

 

Teilnehmer der Friedensfahrt

 

Siege und Podiumsplätze bei nationalen und internationalen Etappenrennen, darunter Weltcuprennen wie z.B. Rheinlandpfalz-, Slowakeirundfahrt und in Spanien

 

Bei Interesse bitte eine E-Mail über: sg-brieselang.de/Kontakt

oder direkt Tel.: 0157 / 563 638 56

Wenn sich breite Gummiprofile in den Boden drücken; bis dahin gut geputzte Räder innerhalb kürzester Zeit zu Schmutzverkrusteten Vehicles mutieren; wenn die Kette auf den Ritzelpaketen immer wieder ganz links benutzt wird; wenn schwitzende Körper sich über enge Pfade, Singletrecks,  über Wurzeln, Stock und Stein oder in engen Kehrtwenden jagen… und sich die Fahrer in der Kühle des Herbstmorgens mit hohem Puls und zum Bersten angespannten Oberschenkeln und Waden schinden…dann ist es wieder soweit: Es ist Cross-Saison.

Mit meinem Eintritt in unsere kleine Radabteilung des Vereins bekam ich ab Oktober bald Gelegenheit, unser Vereinstrikot nicht nur  im Training ´spazieren zu fahren´ sondern gleich im Renneinsatz zu testen.

Mittlerweile schon fast eine feste Größe im Rennkalender der Berliner und Brandenburger Radsportvereine, findet alljährlich ab Oktober eine Anzahl an Cyclocross – Rennen im Umland statt. Ursprünglich ins Leben gerufen, um den Akteuren Gelegenheit zu geben, auch im Herbst/Winter an der Form zu arbeiten, sind diese Rennen alles andere als reine Trainingsrennen. Und wer meint, hier im Kreis von Gleichgesinnten einen netten Vormittag zu verbringen und an einer gemütlichen Ausfahrt teilzunehmen, der sieht sich bald eines Besseren belehrt: Hier herrscht Wettkampffeeling.

Gefahren wird auf abgesteckten Kursen mit Längen zwischen zweieinhalb bis drei Kilometern und einer festgelegten Zeit. Bei uns dreißig Minuten. Sprich: Wer in dieser Zeit die meisten Runden fährt, gewinnt dieses Rennen und erhält, je nach Rennplatzierung Punkte. Diese ergeben dann, nach allen Wertungsläufen ein Endergebnis.

Allein die Tatsache, jetzt für den Verein zu starten, war für mich schon eine große Motivation. Ich habe deshalb ordentlich trainiert, dachte ich zumindest bis dahin. Mein Ziel war, nicht nur alle Läufe über die Ziellinie zu fahren sondern in der Gesamtwertung unter den ersten Zehn zu finishen.

Ich bin kein Lizenzfahrer und starte deshalb in der Hobbyklasse – einer Klasse, in der jeder mit Mountain-Bike oder Cyclocrosser fahren kann. Getrennt wird in dieser Klasse nur nach Alter. Hobbyrennen – heißt aber definitiv nicht, dass unsere Rennen ´Pillepalle´ sind. Denn diejenigen, die an der Startlinie stehen, haben natürlich Spaß an ihrem Hobby – wollen aber auch gewinnen oder einfach nicht Letzter werden…  Mittlerweile ist bei vielen Rennen die Anzahl an Startern in dieser Klasse größer, wie bei den Lizenzfahrern. Das bedeutet, dass es schwieriger ist, Punkte einzufahren. Hier jetzt mal ein kurzer Rückblick auf die einzelnen Rennen dieser kleinen Serie.

Potsdam–ist dieses Jahr aufgrund der Sturmschäden ersatzlos ausgefallen. Schade. Ein knackiger, abwechslungsreicher Kurs, der mit MTB oder Crosser gut zu bewältigen ist.

Luckenwalde–Flach. Breite Pfade. Im Wald einige Richtungswechsel. Zwei Sprunghindernisse. Technisch, bis auf die lange Kiesabfahrt und den sofortigen Anstieg dahinter, eher weniger anspruchsvoll, dafür aber eine recht schnelle Strecke. Crosser sind hier, glaub ich, leicht im Vorteil, wenn man gut damit umgehen kann. Ich konnte es nicht. Bin zwar, auf Anraten von Heiko, recht gut gestartet, dafür aber kurz darauf, einem gefüllten Luftballon gleich, dem man den Nadelstich versetzt, förmlich explodiert. Ich hatte an diesem Tag keine guten Beine, bin weder mit der Strecke, noch mit mir selber klar gekommen. Vielleicht hab ich auch einfach zu viel gewollt – habe mich aber definitiv nur noch über die Ziellinie geschunden. War deshalb mit meinem Rennauftakt mehr als unzufrieden.    

Grünheide/Fangschleuse –die Strecke ist, aus meiner Sicht, schon nicht leicht zu fahren, wenn sie trocken ist. Ich kannte sie schon. Und wir beide sind auch diese Saison keine Freunde geworden! Am Renntag und in der Nacht davor regnete es permanent. Sämtliche vor uns startenden Rennen haben den Parcours zusätzlich zur ´Hölle´ gemacht. Ich hatte noch nie bei einem Rennen einen langsameren Geschwindigkeitsschnitt, wie an diesem Tag. Die Strecke kennzeichnen eine sehr lange Startgeraden und wenige Richtungsänderungen mit engen Kurven. Es ist eine flache Strecke mit vielen Singletrails, auf denen man wiederum nur schlecht überholen kann. Für die Krönung an diesem Tag hat der aufgeweichte Boden, die unzähligen tiefen Spurrillen und Pfützen aus Wasser und Schlamm gesorgt.  Getreu Heikos Erinnerung – ein guter Start sei wichtig, war ich dort wieder weit vorn. Abseits von der Startgerade stürzten dann zwei Fahrer direkt vor mir. Ich konnte zwar selber verhindern, auch zu Boden zu gehen, kam aber an den beiden, dessen Räder sich richtig verkeilt hatten, nicht vorbei. Das restliche Feld aber, welches mehr Zeit hatte, dem Hindernis auszuweichen, schon. So fuhr der Großteil der Fahrer auch an mir vorbei – damit blieb mir erneut nur die Möglichkeit, das Beste aus der Situation zu machen und durchzuhalten. Das miese Wetter und die, aufgrund von Schlamm und Dreck nur noch schlecht funktionierenden Schaltungen sowie Schäden an den Rädern, haben dann noch einige Fahrer aussteigen lassen. Ich selbst habe auch gelitten; mich wirklich gequält – und trotzdem (oder vielleicht genau deshalb) gefinisht. Ich bin davon überzeugt, dass mein Zieleinlauf für die Psyche ganz wichtig war. Also: die Fahrfehler analysiert; Grünheide abgehakt. Meine Lieblingsstrecke aber wird es nie. Crossergelände!

Köpenick/Müggelturm–eine neue Strecke im altbekannten Waldgebiet. Die Charakteristik ansonsten, bis auf einen langen Anstieg pro Runde, gleicht in etwa der alten. Relativ breite Pfade,  wechseln sich mit Singletreck-Passagen ab; ein paar Spitzkehren und ein – zweimal zu durchfahrendes Kiesloch. Dann noch ein Sprunghindernis. Zum Glück war es am Renntag trocken, was unser Rennen wieder schnell gemacht hat.

Mein Start- aufgrund einer ganz schlechten Ansage, war diesmal miserabel. Am Anstieg riss dann das Feld schnell auseinander und jeder kämpfte nun für sich. Hatte wieder das Glück, in der vorletzten Runde meinen `Schatten` noch abhängen zu können (am Berg-wow!). Aber das hat mich auch Körner gekostet, ich war froh, in die letzte Runde fahren zu können. Also nochmal die letzten Kräfte mobilisiert – nicht richtig aufgepasst – und total in der Abfahrt versteuert. Beim Sturz über den Lenker ist nichts passiert. Ich war so darauf fixiert meinen Teamkameraden nicht mehr heran-kommen zu lassen, dass ich erst im Ziel gemerkt habe, dass ich ganz schön heftig auf die Schulter geknallt bin. Naja – Ungeschick lässt grüßen!

Prinzipiell macht es, glaub ich, keinen Unterschied, hier mit Mounti oder Crosser am Start zu stehen.

Mit dem Überfahren der Ziellinie hatte ich zumindest mein ursprüngliches Ziel erreicht – die ganze Serie gefinisht. Die Gesamtplatzierung: 11. - naja…bin mir nicht sicher, ob ich unglücklich oder zufrieden sein soll!?

Und dann war da noch:

Kleinmachnow–zwei Rennen im Deutschland-Cup. Relativ viele enge Kurven und in jeder Runde dreimal über den Kiesberg zu müssen, haben mir alles abgefordert. Hier war für mich am deutlichsten das Fehlen einer guten Radbeherrschung/Fahrtechnik spürbar. Lehrgeld ohne Ende.  

Finsterwalde–sollte eigentlich mein bestes Saisonergebnis werden, so mein Plan. Zumindest kam mir die Charakteristik der Strecke entgegen. Ein technisch sehr leichter, einfach zu fahrender, ganz flacher Kurs.  Die Realität sah dann aber anders aus. Gleich vorweg: Nach mittelprächtig geglücktem Start zog sich das Fahrerfeld, diesmal mit etlichen Fahrern des Heimatvereins, schnell auseinander, die breiten Wege luden ja direkt zu hohem Tempo ein. Dem war ich auch an diesem Tag nicht gewachsen. Auch meinen, mir in allen bisherigen Rennen immer förmlich am Hinterrad `klebenden` Schatten -mein Vereinskamerad Drees A.- konnte ich mir nur vom Leib halten, weil er ungefähr zu Mitte des Rennens kurzzeitig Probleme mit der Schaltung hatte. Dieser plötzliche Abstand war dann wenigstens so groß, dass auch mein Sturz in einer der eisgefrorenen Kurven nichts mehr daran ändern konnte. Fazit: Großes vorgehabt – groß gescheitert. War sehr enttäuscht.     

Potsdam Nachtrennen-ein Rennen unter Flutlicht auf dem Gelände der Sportschule.             

Auch dieser Kurs schien wie für mich gemacht – gut damit klar gekommen sind aber wieder andere. Die haben jedenfalls die Strecke mit ihren langen Geraden auf Asphalt, Wiese und den beiden Sandpassagen besser gemeistert als ich. Dabei hat mir das Fahren in der Dunkelheit nichts ausgemacht. Ein Crossrennen unter Flutlicht ist einfach ein tolles Event – noch dazu, wenn es so direkt in der Nähe stattfindet. MTB oder Crosser – die Strecke ist prädestiniert für Cyclocrosser – gewonnen hat bei uns aber ein Fahrer mit MTB!

 

Gesamturteil: Die Cross-Rennen sind gekennzeichnet durch eine relativ kurze Renndauer aber der daraus resultierenden hohen Geschwindigkeit. Meine Fähigkeit schnell zu starten, ist besser geworden. Das hohe Anfangstempo dann zu halten eher nicht. Den Ausschlag für die Renner-gebnisse gab in meinem Fall oft das Fehlen einer halbwegs akzeptablen Radbeherrschung und Fahrtechnik. HEIKO – wir müssen dran arbeiten! Denn es kommt im nächsten Jahr für mich definitiv wieder eine Cross-Saison…ich werde da sein…ich werde besser sein!

Björn G.

weitere Bilder und Berichte in Kürze

Athletikwettkampf der Radsportler in Cottbus

 

Am 19. Februar fand in Cottbus ein Athletikwettkampf des Brandenbuger Radsportverbandes statt. Dieser zählt zur Auswahlwertung des Landes und ist zugleich ein Überprüfungswettkampf sowie ein Aufnahmekriterium für die zwei Sportschulen Brandenburgs gewesen.

Von unserem Verein nahm Adrian Latocha teil und wurde, nach Schlussdreisprung, 30 m Sprint, Ergometertest, Gewandtheitslauf, Athletiktest (Klimmzüge, Liegestütze, Adlerschwünge, Bauchübung, Bankübersprünge und Kastenaufsprünge) und einem abschließenden 1500 m Lauf, 12. von 36 Sportlern in seiner Altersklasse U15. Etwa die Hälfte dieser Radsportler trainieren bereits seit einem halben bzw. anderthalb Jahren in den Sportschulen Frankfurt und Cottbus.

Allianz- Falkensee steigt als Sponsor in der Radsportabteilung der         SG Brieselang e. V. ein

Adrian Latocha erreichte in der Gesamtwertung des Crossserie 2016 einen beachtlichen 4. Platz.

 

Wer jetzt Lust und Interesse  bekommen hat, sich in unserem neuen Radsportkurs mal auszuprobieren oder einfach seine Fitness und Radbeherrschung verbessern möchte, der kann sich bei mir melden. Wir trainieren derzeit regelmäßig an den Wochenenden. Ab dem Frühjahr ist auch ein Training in der Woche geplant.