Radsport

Trainer:  

Heiko Latocha

Trainer B- Lizenz

20 Jahre Leistungssport / Rad

 

Mehrfacher Landesmeister (Berlin, Niedersachsen, Brandenburg)

 

3. in der Bundesligaeinzelwertung

und 2. mit der Mannschaft in der Bundesliga

vielfacher Sieger bei nationalen und internationalen Eintagesrennen z.B. Köln- Schuld- Frechen

 

Teilnehmer der Friedensfahrt

 

Siege und Podiumsplätze bei nationalen und internationalen Etappenrennen, darunter Weltcuprennen wie z.B. Rheinlandpfalz-, Slowakeirundfahrt und in Spanien

 

Bei Interesse bitte eine E-Mail über: sg-brieselang.de/Kontakt

oder direkt Tel.: 0157 / 563 638 56

Anfang Juni/ Rundstreckenrennen ´Rund um die Meebra´ in Brandenburg.

 

Im Rahmen des Havel-Rad-Cups finden mehrere Rennen (Einzel-, Paarzeitfahren und Straßenrennen) und dieses Rundstreckenrennen statt. Die meisten Fahrer sind Hobbyfahrer; die Lizenzfahrer starten mit, sorgen von Beginn an für ein wahnsinnig hohes Tempo und dafür, dass sehr schnell das Starterfeld zerreißt – und werden dann aber getrennt gewertet. Die Platzierungen der einzelnen Rennen ergeben eine Gesamtwertung am Ende der Saison. Aufgrund meiner bisherigen Saisonergebnisse hatte ich mich von dem Rennen abgemeldet, wollte lieber trainieren. Aber nach der letzten Trainingsfahrt mit Heiko und seiner kurzen, knappen ´Analyse´ war klar, dass ich da starten sollte. Zumal das Rennen recht günstig für mich ist: Rundkurs von 3 Km. Länge, zehn Runden und flach wie Mutters Küchentisch. Die paar schärferen Kurven kann sogar ich recht gut mit hoher Geschwindigkeit bewältigen. Meine Hauptaufgabe: im Feld so lange wie möglich behaupten, und wenn, erst so spät wie möglich abreißen lassen. Für den Fall, dass es passiert, bei der Überrundung wieder so lange wie möglich im Feld bleiben. So einfach, die Theorie.

Die Praxis sah dann in Zahlen so aus: Zwei, Fünf, Zehn. Vierzehn. Vierundvierzig.

Nach dem ´fliegenden Start´, bei dem ein Auto die ersten paar Hundert Meter vorausfährt, ohne überholt werden zu dürfen, zogen natürlich die Fahrer der jüngeren Altersklasse sowie die Lizenzfahrer das Tempo sehr schnell an. Nur zwei Runden hab ich es geschafft, in diesem großen Feld mitzufahren. Nach jeder Kurve erneut ´anlatschen´, das Tempo wieder hochbringen, war dann doch für mich zu viel. Die Löcher wurden einfach immer größer, ich musste abreißen lassen. Fünf Runden lang haben ein Mitstreiter und ich versucht, uns so teuer wie möglich zu verkaufen – wobei ich eindeutig die besseren Beine hatte, (viel öfter und länger geführt habe)…aber zu zweit ging es eben leichter als allein…Das wiederum hat aber auch nur die fünf Runden geklappt – dann kam von hinten schon wieder das Führungsfahrzeug angebraust – wir wurden überrundet. Und nicht mal ansatzweise konnte ich da noch dranbleiben. Also haben wir die letzten drei Runden noch in Angriff genommen, wobei noch einmal zwei weitere Fahrer, die in derselben Runde wie wir waren, von hinten auf uns aufgefahren sind. Hat mir aber nichts mehr genutzt. In der letzten der zehn Runden habe ich den Fehler gemacht, zu lange vorne im Wind zu bleiben, weshalb die drei mich dann auf der Zielgeraden förmlich stehen lassen haben. Heiko würde wohl sagen, dass nennt man Lehrgeld zahlen…

Bleiben noch zwei Zahlen übrig: Platz Vierzehn in der AK; Gesamtplatz Vierundvierzig.  

FAZIT: ´Krönchen´ zurechtrücken und weitermachen!

 

Taktisch viel klüger dagegen haben das in ihren Rennen Adrian und Heiko gemacht. Adrian, der einzige Starter seiner AK, wurde deshalb dem Feld der Senioren und Frauen zugeteilt. Hat Spaß gemacht ihm zuzusehen, wie er in der Gruppe, die sich recht schnell nach dem Start gebildet hat, immer eifrig mitgefahren ist. In der letzten Runde ist diese Gruppe nochmal ziemlich zerflogen – aber er hat sich super gegen alle anderen gewehrt und nur einen Fahrer musste er auf dem Zielstrich den Vortritt lassen. Platz 21 in diesem Feld – ich finde: Super gemacht, Adrian!  

Heiko hat das gleiche Spiel in seinem Rennen durchgezogen. Völlig souverän war er immer im vorderen Teil der Spitzengruppe zu finden. Lehrbuchhaft, würde ich mal sagen. Ich konnte schön beobachten, was er meint, wenn er immer sagt: „…im Feld fahren…“. Platz 9 in seinem Rennen war dann das Ergebnis.  

 

Das Rennen „Rund um die Meebra“ in Brandenburg eignet sich wirklich gut zum Kennenlernen/Einsteigen/Erfahrungen sammeln in den Sport. Der Kurs ist nicht schwer, die Kurven sind (selbst bei Nieselregen) gut fahrbar.

Ich habe mich gefreut, dass unsere kleine Renngemeinschaft mit drei Startern vertreten war und ich finde, wir haben uns achtbar geschlagen.

 

Björn G.

April, MTB-Marathon in Waren/Müritz

Drees und ich bevorzugen Radwettkämpfe abseits der Straßen.   

In unserer Saisonplanung haben wir einige MTB- und Crossrennen geplant.

Am letzten Aprilwochenende haben wir unsere Räder bei einem MTB-Marathon in Waren/Müritz an den Start geschoben. Für uns Rad-Neulinge war die Distanz mit Siebzig zu fahrenden Kilometern und knapp 700 Höhenmetern schon eine wirkliche Herausforderung. Drees war dies jedoch noch nicht genug. Er stellte einen Tag vor dem Start fest, dass die größere Schwierigkeit eindeutig darin bestehen würde, anstatt mit MTB, mit dem Crosser an den Start zu gehen…

Unter uns: ich fand von Anfang an diese Idee total bekloppt – habe ihm natürlich trotzdem zugesagt - und ihn dafür fast siebzig Kilometer lang innerlich verflucht.

Die Strecke war nach meinem Empfinden weniger vom Profil, dafür jedoch vom Untergrund her, eher MTB-Gelände. Und die Abschnitte, auf denen man den Vorteil des Crossers ausnutzen kann, waren zu kurz, um den Mounties damit wirklich Paroli zu bieten.  

Und, was noch viel schlimmer war – gedacht war dieses Rennen für uns zum Formaufbau; als Trainingsrennen. Und das Video des Veranstalters, bei dem man gutgelaunte Freizeitradler (auch mit diesen E-Bikes) sieht, täuscht deutlich darüber hinweg, dass auf der Strecke richtig gut Tempo gemacht wurde.

Aus den Erfahrungen mit der Startaufstellung in Leipzig haben wir nun gelernt und diesmal schon rechtzeitig in der zweiten Reihe Aufstellung genommen. Als dann der Startschuss fiel, war der Gedanke an ein verschärftes Training sofort verflogen. Denn vom ersten Kilometer an wurde Tempo gemacht, um jede einzelne Platzierung gekämpft. Breite Waldwege, enge Passagen auf weichem Untergrund, immer wieder kurze Steigungen und Abfahrten wechselten sich mit Feldwegen, anderen Hügeln mit wirklich losem Grund sowie Abschnitten auf Teer- und Plattenstraßen ab.

Drees hat, genau wie ich, diesmal einen recht guten Start hingelegt. Wir haben lange Zeit in der Spitze des Feldes fahren können – obwohl ich bereits dort gespürt habe, dass ich dieses hohe Tempo in keinem Fall in der zweiten Runde auch noch durchhalten kann. Aber egal. Drees dagegen hat mir einen echt lockeren Eindruck gemacht und ist in der Gruppe immer wieder an mir vorbei gefahren. Erst relativ spät in der ersten Runde meinte er, nicht mehr so weiter fahren zu können…sagt es - und zog gleich wieder zur Spitze der Gruppe vor.

Ich hatte da schon längst größere Schwierigkeiten. Natürlich das Tempo; viel mehr aber meine nicht vorhandene Radbeherrschung haben mich bald verzweifeln lassen. Immer wieder musste ich deshalb entstandene Löcher zufahren, um nicht den Anschluss zu verlieren. Und wenn ich schon nicht mit allen mithalten kann, so wollte ich wenigstens Drees in die Schranken weisen. Das ging dann schneller wie gedacht: denn plötzlich war er weg. Ich war so mit mir beschäftigt, dass ich nicht gehört habe, dass er mir zurief, dass er einen Schaden hat. Der erwischte mich auch kurz darauf bei Kilometer 25. Zuerst dachte ich noch mit dem halbplatten Reifen bis zum Ziel fahren zu können, um dort den Schlauch zu wechseln. Aber der letzte Rest Luft war dann auch bald aus dem Vorderreifen raus – ich fuhr auf der Felge. Also, runter vom Rad und mit fliegenden Fingern den Schlauch gewechselt. Dabei hab ich laut geflucht, weil jetzt natürlich ´alle´ an mir vorbeifuhren.

Zumindest mein Frust hat mir geholfen, den Schlauchwechsel schnell hinzukriegen. Für den Rest des Rennens war ich nun aber auf mich allein gestellt. Und das war ziemlich hart. Die letzten fünfundvierzig Kilometer im Alleingang waren eine wirkliche Schinderei. Aber getrieben von der Vorstellung, Drees wird jeden Moment angefahren kommen, habe ich mich ins Ziel ´gerettet´. Fahrer, auf die ich wieder aufgefahren bin, habe ich gleich überholt, gar nicht erst versucht, mit ihnen gemeinsam zu fahren – ich wollte nur noch ins Ziel. Das hat dann auch irgendwann geklappt, obwohl ich mein Ziel (unter drei Stunden zu bleiben) nicht erreicht habe. Die sechs Minuten Schlauchwechsel haben dann doch zu lange gedauert. 

FAZIT: Waren/Müritz-MTB-Marathon - ein toller Wettkampf zur Saisonvorbereitung. Die größere Herausforderung liegt auf jeden Fall beim Start mit dem Crosser.

Die verpassten 3-Stunden wurmen mich gewaltig…da ist also für kommendes Jahr noch eine Rechnung offen...

Drees hatte ja auch einen Schaden und sich dazu noch verfahren. Zwanzig Minuten waren einfach ´ne Menge Holz…hier ist also auch bei ihm noch Potential…

Aber: ES HAT WIRKLICH SPASS GEMACHT! WIR KOMMEN WIEDER!

Björn: 3:06:23h, Platz 3 der Crosserwertung

Drees: 3:25:23h, Platz 5 der Crosserwertung         

 

Mai, Einzelzeitfahren oder: Raus aus der Komfortzone.

 

Ziemlich kurzfristig wurde bekannt, dass es innerhalb der Landesmeisterschaften im Einzelzeitfahren auch `Jedermännern´ erlaubt sein würde, sich mit anderen zu messen.

Einzelzeitfahren stellt für mich die uneingeschränkte Königsdisziplin des Radsports dar. Hier kämpft jeder für sich und kein Windschatten oder ´Mitrollen im Feld´ kann einem über mögliche Tiefpunkte helfen; hier ist jeder mit sich allein. Körperliche Schwächen werden schonungslos offengelegt; die Zielzeiten sprechen eine deutliche Sprache.

Was kennzeichnet Einzelzeitfahren noch: Es ist wohl die Kunst, über eine festgesetzte Strecke immer kurz unterhalb der körperlichen Maximalbelastung ein solch hohes Tempo anzuschlagen, dass man dann über den Rest der Strecke halten kann ohne zu übersäuern=GESCHWINDIGKEIT!

In meinem Fall hat auch das gründliche Warmfahren vorher nicht geholfen; denn schon kurz nach dem Start war klar, dass dieser auf jeden Fall nicht mein Tag werden würde.

Mit ´dicken Beinen´ habe ich mich, wie ein Maikäfer in der Sonne pumpend, über die Landstraße gequält.

Die Strecke in Brusendorf/Mittenwalde war eine Wendepunktstrecke mit angegebenen 18 Kilometern. Im Ziel standen bei mir dann aber 18,9 auf dem Tacho. Aber egal – eingebrochen bin ich ja schon viel früher. Wir sind im Abstand von Dreißig Sekunden auf die Strecke gegangen. Da ich ja immer ´Frühmelder´ bin, habe ich gleich die Quittung bekommen – und musste als Erster starten. Das war für mich denkbar schlecht – ich hatte keinen vor mir, der mich ´moralisch´ zieht. Noch schlimmer - schon vor dem Wendepunkt sind drei Leute, die nach mir gestartet sind, förmlich an mir vorbeigeflogen. Zum Thema Material: Eigentlich sind wir Hobbyfahrer – aber die Ausrüstung derer, die in Brusendorf am Start standen, glich schon mehr Profiequipement, anstatt der Ausstattung von wirklichen Hobby-fahrern. Auch Triathleten, denen man oft Materialverliebtheit nachsagt (…stimmt-nicht!) hätten hier teilweise ziemlich lange Gesichter gemacht. Hochkammerfelgen, Karbonrahmen, High-End-Material vom Feinsten. Aber – letztlich auch egal. Denn auf der Strecke ist jeder allein und es gibt in meinen Augen nichts peinlicheres, wie den Fahrer mit seinem Fünftausend-Euro-Rad, der dann trotzdem ´unter-ferner-liefen´ ins Ziel fährt.

Mein Ziel an diesem Tag war eine Platzierung im Mittelfeld – ich habe es nicht geschafft.

Ganz im Gegenteil; am Ende standen 31:30 Min. auf meinem Tacho und ein 36,8-Schnitt. Mehr war  nicht drin. Nur nebenbei zum Vergleich: der spätere Sieger hämmerte eine Zeit von 26:46 Min auf den Asphalt. Das entspricht einem Schnitt von 42,86 Km/H. Und er war auch noch zehn Jahre älter als ich...

Heiko meint, bei Zeitfahren starten generell nur Leute, die sich dort etwas ausrechnen, die wissen, dass der Kampf gegen die Uhr ihre Stärke ist. Frage: Was heißt das also für mich? Sollte ich zufrieden sein, von dreiunddreißig ins Ziel gekommenen Fahrern auf Platz Sechsundzwanzig gefinisht zu haben? Oder ist es eine Steigerung, weil man sich im letzten Jahr noch mit einem Fünfund-dreißiger-Schnitt zufrieden geben musste? Antwort: Ich muss wohl öfter ´Raus-aus-der-Komfortzone´. Grundlage fahren ist sicher notwendig; aber die ´Spitzen im Entwicklungsbereich´ die mir jetzt ganz offensichtlich noch fehlen, werden mich irgendwann schneller machen.

 

Fazit: Zeitfahren ist und bleibt für mich das Non-plus-ultra und Platz Sechsundzwanzig ist – trotz aller gut gemeinten Beschwichtigungen von Heiko - eine Niederlage.

Im September werden wieder einige Zeitfahren stattfinden – ich bin, dann hoffentlich besser vorbereitet, wieder dabei.

  

            Björn.  

Saisoneröffnung. MTB-Rennen in Leipzig -2018

 

Am zweiten Aprilwochenende konnten Drees und ich endlich austesten, ob unser Training, dass wir seit dem letzten Cross-Rennen im Dezember meist auch sehr intensiv gemacht haben, erste Spuren hinterlassen hat.

Kurzer Rückblick:

Selbst die Weihnachtsfeiertage haben wir genutzt, um an unserer Ausdauer auf dem Rad zu arbeiten. Mit jeder Ausfahrt, die wir auf dem MTB oder Crosser in der Döberitzer Heide oder dem Krämer-Forst gemacht haben, kamen noch technische Finessen dazu. Energiesparendes Bergauf und-abfahren und Kurventechnik wurden immer öfter genauso geübt, wie das Fahren in oder durch Spurrillen und Löcher. Bis dahin konnte ich es mir nicht vorstellen, dass selbst eine Fahrt über eine Wiese/ein freies Feld mir körperlich so zusetzen könnte – tut es aber auf jeden Fall jedes Mal neu. Unglaublich, wie anstrengend es ist, dieselbe Strecke, einfach nur mit zwei, drei Km/H schneller zu durchfahren.   

Nach der langen Kälteperiode wurde dann das Training immer öfter ´Straßenlastig´ und somit länger. Technisch gesehen haben wir uns dann auch beim Fahren in einer Gruppe geübt. Das war am Anfang für mich, der ich viele Jahre nur allein unterwegs war, schon recht schwierig, jetzt plötzlich so nah wie möglich an das Hinterrad des Vordermannes ranzufahren. Gleichzeitig konnte man auch nicht nach rechts ausweichen – da war entweder der Straßenrand oder, auf der linken Seite ein anderer Trainingspartner. Wir haben gelernt, sich in der Gruppe abzuwechseln und gemeinsam auch mit hohem Tempo in eine Kurve zu fahren.

Dann kamen im weiteren Verlauf der Trainings noch Dinge wie Trittfrequenz, Entwicklungs-bereich oder Intervalle hinzu. An manchen Tagen zu zweit, zu dritt oder auch mit fünf anderen Gleichgesinnten, hat es mir aber immer riesigen Spaß gemacht.

 

08.04.2018, Rackwitzer See bei Leipzig.

Die Zahlen sind schnell genannt: 5 Runden à 8 Km um den Rackwitzer See. Das Gelände eher flach – nur ein wirklich steiler Anstieg. Das der aber genau hinter einer Hundertachzig-Grad-Kurve war, verlangte uns neben fahrerischem Können schon einiges ab. Abschnitte auf Asphalt (20%), Feld- und Waldwege (50%) wechselten sich dann noch mit 30% Sand- und Strandabschnitten ab. War irgendwie ein tolles Gefühl direkt am Strand des Sees, zwischen den in der Sonne liegenden Ausflugsbummlern über die abgesperrte Strecke zu donnern.

In der Ausschreibung stand, dass man sich fünfzehn Minuten vor Rennstart bereits unter dem Startbanner aufstellen sollte. Also haben Drees und ich rechtzeitig das ´Warmfahren´ beendet und sind zum Startbereich gerollt. Der war Trichterförmig mit Absperrgittern zugestellt. Und offensichtlich stand da bereits das gesamte Starterfeld. Zumindest kam es uns so vor. Wir beide haben deshalb nur noch relativ weit hinten Aufstellung nehmen können.

Als dann endlich der Startschuss fiel, hat es auch relativ lange gedauert, ehe wir selber über die Startlinie fahren konnten. Schon dort hat sich das Feld, immerhin 120 Fahrer, schon weit auseinandergezogen. Für den Rest sorgte dann tatsächlich die schon erwähnte Steigung: Nass. Rutschig und ziemlich steil. Hier hat sich das Feld nochmals selektiert. Von da an gab es nur noch Kleingruppen- oder Einzelfahrer. 

Ich selber hatte nicht das Glück, eine Gruppe die ´gut rollt´ zu erwischen. Entweder konnte ich deren Tempo nicht mithalten oder sie waren mir zu langsam. Ich bin deshalb das Rennen quasi auf mich gestellt, gefahren.

Drees erging es da wohl um einiges besser. Immer wieder konnte er andere Gruppen nutzen, um seine Energie nicht allein verpulvern zu müssen.   

 

Fazit:

Erstes Rennen der Saison. Wir beide haben gefinischt und dafür gesorgt, dass unsere kleine Radabteilung in den Ergebnislisten erscheint.

Drees: Ges.-Platz: 79, AK Master M1: 46 Platz, Fahrzeit: 02:00,36h

Björn: Ges.-Platz: 66, AK Master M2: 15 Platz, Fahrzeit: 01:56,11h

Wir beide haben also, nicht mal annäherungsweise, das Siegerpodest gesehen.

Aber was den Spaß und die Freude betrifft, waren wir ganz vorn mit dabei und wir sind lernwillig…    

 

Anmerkung zu Leipzig: Ein schöner Wettkampf als Saisoneinstieg. Gut organisiert. Das Startgeld ist moderat. Der Rundkurs ist technisch gut zu bewältigen, dafür aber ziemlich schnell.

    

Ausblick für die kommenden Rennen:

Drees und ich starten bereits am vierten Aprilwochenende zu einem weiteren MTB-Marathon, diesmal für 70 Km. in Waren/Müritz.

Eine Woche später, am 05.Mai, stehen wir als ´Jedermänner´ bei den Brandenburgischen Landesmeisterschaften im Einzelzeitfahren (Straße) für unsere SG am Start.

Auch noch im Mai folgen dann MTB-Rennen am Wehlaberg (bei Märkisch-Buchholz) und bei einem Team-Marathon in Klettwitz.

 

Wir freuen uns darauf…und melden uns wieder…

2017/2018

Wenn sich breite Gummiprofile in den Boden drücken; bis dahin gut geputzte Räder innerhalb kürzester Zeit zu Schmutzverkrusteten Vehicles mutieren; wenn die Kette auf den Ritzelpaketen immer wieder ganz links benutzt wird; wenn schwitzende Körper sich über enge Pfade, Singletrecks,  über Wurzeln, Stock und Stein oder in engen Kehrtwenden jagen… und sich die Fahrer in der Kühle des Herbstmorgens mit hohem Puls und zum Bersten angespannten Oberschenkeln und Waden schinden…dann ist es wieder soweit: Es ist Cross-Saison.

Mit meinem Eintritt in unsere kleine Radabteilung des Vereins bekam ich ab Oktober bald Gelegenheit, unser Vereinstrikot nicht nur  im Training ´spazieren zu fahren´ sondern gleich im Renneinsatz zu testen.

Mittlerweile schon fast eine feste Größe im Rennkalender der Berliner und Brandenburger Radsportvereine, findet alljährlich ab Oktober eine Anzahl an Cyclocross – Rennen im Umland statt. Ursprünglich ins Leben gerufen, um den Akteuren Gelegenheit zu geben, auch im Herbst/Winter an der Form zu arbeiten, sind diese Rennen alles andere als reine Trainingsrennen. Und wer meint, hier im Kreis von Gleichgesinnten einen netten Vormittag zu verbringen und an einer gemütlichen Ausfahrt teilzunehmen, der sieht sich bald eines Besseren belehrt: Hier herrscht Wettkampffeeling.

Gefahren wird auf abgesteckten Kursen mit Längen zwischen zweieinhalb bis drei Kilometern und einer festgelegten Zeit. Bei uns dreißig Minuten. Sprich: Wer in dieser Zeit die meisten Runden fährt, gewinnt dieses Rennen und erhält, je nach Rennplatzierung Punkte. Diese ergeben dann, nach allen Wertungsläufen ein Endergebnis.

Allein die Tatsache, jetzt für den Verein zu starten, war für mich schon eine große Motivation. Ich habe deshalb ordentlich trainiert, dachte ich zumindest bis dahin. Mein Ziel war, nicht nur alle Läufe über die Ziellinie zu fahren sondern in der Gesamtwertung unter den ersten Zehn zu finishen.

Ich bin kein Lizenzfahrer und starte deshalb in der Hobbyklasse – einer Klasse, in der jeder mit Mountain-Bike oder Cyclocrosser fahren kann. Getrennt wird in dieser Klasse nur nach Alter. Hobbyrennen – heißt aber definitiv nicht, dass unsere Rennen ´Pillepalle´ sind. Denn diejenigen, die an der Startlinie stehen, haben natürlich Spaß an ihrem Hobby – wollen aber auch gewinnen oder einfach nicht Letzter werden…  Mittlerweile ist bei vielen Rennen die Anzahl an Startern in dieser Klasse größer, wie bei den Lizenzfahrern. Das bedeutet, dass es schwieriger ist, Punkte einzufahren. Hier jetzt mal ein kurzer Rückblick auf die einzelnen Rennen dieser kleinen Serie.

Potsdam–ist dieses Jahr aufgrund der Sturmschäden ersatzlos ausgefallen. Schade. Ein knackiger, abwechslungsreicher Kurs, der mit MTB oder Crosser gut zu bewältigen ist.

Luckenwalde–Flach. Breite Pfade. Im Wald einige Richtungswechsel. Zwei Sprunghindernisse. Technisch, bis auf die lange Kiesabfahrt und den sofortigen Anstieg dahinter, eher weniger anspruchsvoll, dafür aber eine recht schnelle Strecke. Crosser sind hier, glaub ich, leicht im Vorteil, wenn man gut damit umgehen kann. Ich konnte es nicht. Bin zwar, auf Anraten von Heiko, recht gut gestartet, dafür aber kurz darauf, einem gefüllten Luftballon gleich, dem man den Nadelstich versetzt, förmlich explodiert. Ich hatte an diesem Tag keine guten Beine, bin weder mit der Strecke, noch mit mir selber klar gekommen. Vielleicht hab ich auch einfach zu viel gewollt – habe mich aber definitiv nur noch über die Ziellinie geschunden. War deshalb mit meinem Rennauftakt mehr als unzufrieden.    

Grünheide/Fangschleuse –die Strecke ist, aus meiner Sicht, schon nicht leicht zu fahren, wenn sie trocken ist. Ich kannte sie schon. Und wir beide sind auch diese Saison keine Freunde geworden! Am Renntag und in der Nacht davor regnete es permanent. Sämtliche vor uns startenden Rennen haben den Parcours zusätzlich zur ´Hölle´ gemacht. Ich hatte noch nie bei einem Rennen einen langsameren Geschwindigkeitsschnitt, wie an diesem Tag. Die Strecke kennzeichnen eine sehr lange Startgeraden und wenige Richtungsänderungen mit engen Kurven. Es ist eine flache Strecke mit vielen Singletrails, auf denen man wiederum nur schlecht überholen kann. Für die Krönung an diesem Tag hat der aufgeweichte Boden, die unzähligen tiefen Spurrillen und Pfützen aus Wasser und Schlamm gesorgt.  Getreu Heikos Erinnerung – ein guter Start sei wichtig, war ich dort wieder weit vorn. Abseits von der Startgerade stürzten dann zwei Fahrer direkt vor mir. Ich konnte zwar selber verhindern, auch zu Boden zu gehen, kam aber an den beiden, dessen Räder sich richtig verkeilt hatten, nicht vorbei. Das restliche Feld aber, welches mehr Zeit hatte, dem Hindernis auszuweichen, schon. So fuhr der Großteil der Fahrer auch an mir vorbei – damit blieb mir erneut nur die Möglichkeit, das Beste aus der Situation zu machen und durchzuhalten. Das miese Wetter und die, aufgrund von Schlamm und Dreck nur noch schlecht funktionierenden Schaltungen sowie Schäden an den Rädern, haben dann noch einige Fahrer aussteigen lassen. Ich selbst habe auch gelitten; mich wirklich gequält – und trotzdem (oder vielleicht genau deshalb) gefinisht. Ich bin davon überzeugt, dass mein Zieleinlauf für die Psyche ganz wichtig war. Also: die Fahrfehler analysiert; Grünheide abgehakt. Meine Lieblingsstrecke aber wird es nie. Crossergelände!

Köpenick/Müggelturm–eine neue Strecke im altbekannten Waldgebiet. Die Charakteristik ansonsten, bis auf einen langen Anstieg pro Runde, gleicht in etwa der alten. Relativ breite Pfade,  wechseln sich mit Singletreck-Passagen ab; ein paar Spitzkehren und ein – zweimal zu durchfahrendes Kiesloch. Dann noch ein Sprunghindernis. Zum Glück war es am Renntag trocken, was unser Rennen wieder schnell gemacht hat.

Mein Start- aufgrund einer ganz schlechten Ansage, war diesmal miserabel. Am Anstieg riss dann das Feld schnell auseinander und jeder kämpfte nun für sich. Hatte wieder das Glück, in der vorletzten Runde meinen `Schatten` noch abhängen zu können (am Berg-wow!). Aber das hat mich auch Körner gekostet, ich war froh, in die letzte Runde fahren zu können. Also nochmal die letzten Kräfte mobilisiert – nicht richtig aufgepasst – und total in der Abfahrt versteuert. Beim Sturz über den Lenker ist nichts passiert. Ich war so darauf fixiert meinen Teamkameraden nicht mehr heran-kommen zu lassen, dass ich erst im Ziel gemerkt habe, dass ich ganz schön heftig auf die Schulter geknallt bin. Naja – Ungeschick lässt grüßen!

Prinzipiell macht es, glaub ich, keinen Unterschied, hier mit Mounti oder Crosser am Start zu stehen.

Mit dem Überfahren der Ziellinie hatte ich zumindest mein ursprüngliches Ziel erreicht – die ganze Serie gefinisht. Die Gesamtplatzierung: 11. - naja…bin mir nicht sicher, ob ich unglücklich oder zufrieden sein soll!?

Und dann war da noch:

Kleinmachnow–zwei Rennen im Deutschland-Cup. Relativ viele enge Kurven und in jeder Runde dreimal über den Kiesberg zu müssen, haben mir alles abgefordert. Hier war für mich am deutlichsten das Fehlen einer guten Radbeherrschung/Fahrtechnik spürbar. Lehrgeld ohne Ende.  

Finsterwalde–sollte eigentlich mein bestes Saisonergebnis werden, so mein Plan. Zumindest kam mir die Charakteristik der Strecke entgegen. Ein technisch sehr leichter, einfach zu fahrender, ganz flacher Kurs.  Die Realität sah dann aber anders aus. Gleich vorweg: Nach mittelprächtig geglücktem Start zog sich das Fahrerfeld, diesmal mit etlichen Fahrern des Heimatvereins, schnell auseinander, die breiten Wege luden ja direkt zu hohem Tempo ein. Dem war ich auch an diesem Tag nicht gewachsen. Auch meinen, mir in allen bisherigen Rennen immer förmlich am Hinterrad `klebenden` Schatten -mein Vereinskamerad Drees A.- konnte ich mir nur vom Leib halten, weil er ungefähr zu Mitte des Rennens kurzzeitig Probleme mit der Schaltung hatte. Dieser plötzliche Abstand war dann wenigstens so groß, dass auch mein Sturz in einer der eisgefrorenen Kurven nichts mehr daran ändern konnte. Fazit: Großes vorgehabt – groß gescheitert. War sehr enttäuscht.     

Potsdam Nachtrennen-ein Rennen unter Flutlicht auf dem Gelände der Sportschule.             

Auch dieser Kurs schien wie für mich gemacht – gut damit klar gekommen sind aber wieder andere. Die haben jedenfalls die Strecke mit ihren langen Geraden auf Asphalt, Wiese und den beiden Sandpassagen besser gemeistert als ich. Dabei hat mir das Fahren in der Dunkelheit nichts ausgemacht. Ein Crossrennen unter Flutlicht ist einfach ein tolles Event – noch dazu, wenn es so direkt in der Nähe stattfindet. MTB oder Crosser – die Strecke ist prädestiniert für Cyclocrosser – gewonnen hat bei uns aber ein Fahrer mit MTB!

 

Gesamturteil: Die Cross-Rennen sind gekennzeichnet durch eine relativ kurze Renndauer aber der daraus resultierenden hohen Geschwindigkeit. Meine Fähigkeit schnell zu starten, ist besser geworden. Das hohe Anfangstempo dann zu halten eher nicht. Den Ausschlag für die Renner-gebnisse gab in meinem Fall oft das Fehlen einer halbwegs akzeptablen Radbeherrschung und Fahrtechnik. HEIKO – wir müssen dran arbeiten! Denn es kommt im nächsten Jahr für mich definitiv wieder eine Cross-Saison…ich werde da sein…ich werde besser sein!

Björn G.

weitere Bilder und Berichte in Kürze

Athletikwettkampf der Radsportler in Cottbus

 

Am 19. Februar fand in Cottbus ein Athletikwettkampf des Brandenbuger Radsportverbandes statt. Dieser zählt zur Auswahlwertung des Landes und ist zugleich ein Überprüfungswettkampf sowie ein Aufnahmekriterium für die zwei Sportschulen Brandenburgs gewesen.

Von unserem Verein nahm Adrian Latocha teil und wurde, nach Schlussdreisprung, 30 m Sprint, Ergometertest, Gewandtheitslauf, Athletiktest (Klimmzüge, Liegestütze, Adlerschwünge, Bauchübung, Bankübersprünge und Kastenaufsprünge) und einem abschließenden 1500 m Lauf, 12. von 36 Sportlern in seiner Altersklasse U15. Etwa die Hälfte dieser Radsportler trainieren bereits seit einem halben bzw. anderthalb Jahren in den Sportschulen Frankfurt und Cottbus.

Allianz- Falkensee steigt als Sponsor in der Radsportabteilung der         SG Brieselang e. V. ein

Adrian Latocha erreichte in der Gesamtwertung des Crossserie 2016 einen beachtlichen 4. Platz.

 

Wer jetzt Lust und Interesse  bekommen hat, sich in unserem neuen Radsportkurs mal auszuprobieren oder einfach seine Fitness und Radbeherrschung verbessern möchte, der kann sich bei mir melden. Wir trainieren derzeit regelmäßig an den Wochenenden. Ab dem Frühjahr ist auch ein Training in der Woche geplant.